Schlagzeilen

aus der Printausgabe vom 20. Oktober 2014

Gegen Hunger hilft Innovation

Eine Modernisierung und Professionalisierung der Landwirtschaft in Entwicklungsländern sieht der zuständige Bundesminister Dr. Gerd Müller als eine wesentliche Voraussetzung für eine Verbesserung der globalen Ernährungssicherheit an. „Wir müssen mehr Nahrungsmittel bei geringerem Ressourcenverbrauch produzieren“, so der CSU-Politiker gegenüber AGRA-EUROPE. Den Schlüssel dafür sieht Müller in Innovation: „Agrarforschung, Ausbildung und Beratung sowie angepasste nachhaltige Technologien helfen, vorhandene Defizite zu überwinden.“ Im Mittelpunkt müssten dabei Kleinbauern stehen. Zudem gelte es, der herausragenden Rolle von Frauen in der Landwirtschaft und bei der Ernährungssicherung Rechnung zu tragen.

Verschiedene Stellungnahmen zum Welternährungstag machten indes deutlich, dass in der Frage der Bekämpfung des Hungers auf der Welt die Meinungen hierzulande weit auseinandergehen. Während der DBV eine effizientere Landwirtschaft und eine Stärkung der Selbstorganisation der Bauern für erforderlich erachtet und Unionspolitiker unter anderem die Notwendigkeit eines Wissenstransfers in die Entwicklungsländer betonten, bekräftigten die Grünen ihre Kritik an der Agrar- und Entwicklungspolitik Deutschlands und der EU.

Unterdessen hob das Bundeslandwirtschaftsministerium die Bedeutung freiwilliger Leitlinien für die Hungerbekämpfung hervor. Bereits am Tag zuvor hatte sich der FAO-Ausschuss für Welternährungssicherheit auf Prinzipien für verantwortliche Agrarinvestitionen geeinigt. (...)