Schlagzeilen

aus der Printausgabe vom 20. April 2015

EU-Bürokratieabbau: Vorschläge noch 2015

Bis zum Jahresende soll es konkrete Rechtsvorschläge dazu geben, wie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) vereinfacht werden kann. Das hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan vergangene Woche gegenüber AGRA-EUROPE angekündigt. Zuvor warte die Brüsseler Behörde noch auf die Stellungnahmen des Agrarrats und des Europaparlaments, erklärte Hogan.

Die Grundsatzkritik der Branchenverbände an der Agrarreform wies der Ire zurück. „Die Landwirte müssen sich wie jede andere Gruppe auch darüber klar werden, dass wir für den Agrarsektor 57 Mrd Euro Steuergelder pro Jahr als Unterstützung zahlen“, so Hogan Gleichzeitig sei zu erwarten, dass die Umweltdimension für die Zukunft der Landwirtschaft eine kritische Bedeutung erlange. Die Bauern selbst müssten an guter Wasserqualität, sauberen Quellen, Artenvielfalt und einer ständigen Beobachtung der Bodenfruchtbarkeit interessiert sein. Andernfalls könnte dies in der Zukunft zu Produktivitätsverlusten führen.

Zurückhaltend blieb der Agrarkommissar bezüglich der Bewertung zusätzlicher Umweltauflagen für Landwirte durch andere Politikfelder, so hinsichtlich der von Brüssel geforderten Verschärfung der Düngeverordnung, der Überarbeitung der NEC-Richtlinie oder dem Teilverbot der Neonikotinoide. Dafür seien seine für Umwelt und Lebensmittelsicherheit zuständigen Amtskollegen verantwortlich, erklärte Hogan. Er betonte jedoch, sehr eng mit den beiden zusammenzuarbeiten. (...)