Schlagzeilen

aus der Printausgabe vom 26. Januar 2015

Milchquotenende als Chance sehen

Zu einer positiven Sicht auf das Milchquotenende hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, die deutschen Milcherzeuger aufgerufen. Auf dem Fachforum DBV-Milch erklärte er, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage habe seit jeher den Preis und die Absatzwege der deutschen Milch und ihrer Produkte bestimmt. Der Ausstieg aus der staatlichen Mengenregulierung Ende März bedeute daher keine komplett neue Welt für Erzeuger und Verarbeiter.

Der DBV-Präsident forderte die Branche jedoch auf, für eine bessere Absicherung des eigenen Marktes international neue Absatzwege zu etablieren. Die Auswirkungen des russischen Import- embargos hätten deutlich gezeigt, dass sich die Milchwirtschaft in Zukunft noch breiter aufstellen müsse.

Der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser, betonte, die Nachfrage nach Milchprodukten werde langfristig steigen, vor allem in den Schwellenländern. Staatssekretär Robert Kloos riet der Milchwirtschaft zu längeren Kontraktlaufzeiten mit dem Lebens- mitteleinzelhandel, zu Innovationen sowie Diversifizierung und lenkte ebenfalls seinen Blick auf die Exportmärkte.

Der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Dr. Karl-Heinz Engel, setzt unter anderem auf das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA. Für dieses Jahr erwartet der MIV im Schnitt einen Milch-erzeugerpreis zwischen
30 Cent und 31 Cent pro Kilogramm. (...)