Schlagzeilen

aus der Printausgabe vom 24. November 2014

Bewegung bei Düngung und JGS

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt pocht bei der anstehenden Novelle der Düngeverordnung auf die Umsetzbarkeit der Regelungen. „Es wird keine starren und pauschalen Obergrenzen für die Ausbringung von Düngemitteln geben, ebenso wenig wie starre Fristen“, sagte der Minister auf der Landesversammlung der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) in Augsburg. Die Kernsperrfrist im Herbst für die Ausbringung von Dünger auf Ackerland werde man flexibilisieren. „Wir wollen die Landwirte nicht überbelasten“, betonte Schmidt. Gleichzeitig müsse man aber auch die Forderungen der EU-Kommission berücksichtigen.

Unterdessen äußerte die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken Verständnis für die aus dem Agrarbereich geäußerte Kritik an einer möglichen Verschärfung der Anforderungen an JGS-Anlagen. Die Forderung, dass eine Dichtheitsüberprüfung von bestehenden Anlagen mit praktikablen Methoden erfolgen müsse, sei für sie „absolut nachvollziehbar“, so die Grünen-Politikerin gegenüber AGRA-EUROPE. Sie kündigte an, sich für „sinnvolle Umsetzungslösungen“ einzusetzen. Eine Stilllegung von  Anlagen dürfe nicht angeordnet werden. Ausdrücklich verwies Höfken auf den engen fachlichen Zusammenhang zwischen der Anlagenverordnung und der anstehenden Novelle der Düngeverordnung. In Teilen von Nordrhein-Westfalen hat sich das Grundwasser laut vorgelegtem Nitratbericht verschlechtert. (...)