Schlagzeilen

aus der Printausgabe vom 25. August 2014

Düngerecht soll schärfer werden

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat jetzt zwei seit längerem erwartete Verordnungen vorgelegt. Der Entwurf für eine Novelle der Düngeverordnung sieht spürbar verschärfte Anforderungen vor. Die Sperrfristen für die Ausbringung von Stickstoffdünger sollen verlängert werden. Wie bisher ist vorgesehen, dass Güllelagerstätten ein Fassungsvermögen von mindestens sechs Monaten aufweisen müssen. Eine Lagerkapazität von neun Monaten sollen hingegen künftig Betriebe nachweisen, die mehr als 3 GVE/ha LF halten oder über keine eigenen Aufbringungsflächen verfügen.

Beibehalten werden soll die Obergrenze von 170 kg pro Hektar und Jahr an Gesamtstickstoff. Allerdings sollen zukünftig auch Gärrückstände einbezogen werden. Der zulässige Stickstoffüberschuss soll ab 2020 jedoch auf 50 kg/ha gesenkt werden. Details für die Umsetzung der EU-Agrarreform enthält der Entwurf für eine Direktzahlungen-Durchführungsverordnung. Die Vorschriften beziehen sich auf die Definition des aktiven Betriebsinhabers, das Vorliegen einer hauptsächlich landwirtschaftlichen Flächennutzung sowie insbesondere das Greening. Dabei geht es vor allem um die abschließende Ausgestaltung der Regelungen zur Nutzung der ökologischen Vorrangflächen.

Schließlich hat der PLANAK beschlossen, dass Flächen mit bestimmten Agrarumweltmaßnahmen als ökologische Vorrangflächen angerechnet werden können. Der neue Rahmenplan sieht höhere Prämien für den Ökolandbau und für Agrarumweltmaßnahmen vor. (...)