Schlagzeilen

aus der Printausgabe vom 21. Mai 2013

Fakten zum „Kartoffel-Kartell“ gefordert

Im Hinblick auf die Ermittlungen des Bundeskartellamtes zum „Kartoffel-Kartell“ hat der Deutsche Bauernverband (DBV) eine zügige Klärung der Fakten gefordert. Vor dem Hintergrund anderslautender Medienberichte wies DBV-Generalsekretär Dr. Born zudem darauf hin, dass die Verbraucher in den letzten Jahren von günstigen Kartoffelpreisen profitiert hätten. Staatssekretär Dr. Müller vom Bundeslandwirtschaftsministerium zollte im Ernährungsausschuss  den 37 000 Kartoffelbauern seine Wertschätzung. Er betonte, dass die Ermittlungen gegen die Vertriebsschiene, aber nicht gegen Bauern liefen.

Zuvor hatte Kartellamtspräsident Mundt wissen lassen, dass die Behörde erst am Anfang der Ermittlungen stehe. Bis zur abschließenden Beurteilung des Sachverhalts gelte die Unschuldsvermutung, stellte Mundt klar. Angaben über mögliche Kartellgewinne oder den potentiellen Schaden zum jetzigen Zeitpunkt bezeichnete er als völlig verfrüht und reine Spekulation. Während sich Politiker von CDU und FDP zurückhaltend gaben, warf Grünen-Agrarsprecher Ostendorff den großen Kartoffel-Abpackbetrieben ein Geschäftsmodell der Intransparenz vor.

Derweil forderten die Verbraucherschutzminister der Länder den Bund auf, im Zuge der Novellierung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen die Vergabe eines Teils von Unrechtsgewinnen an Verbraucherverbände festzulegen. (...)